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Rezension | Verliebt in Eden Bay: Ein bisschen Abenteuer, bitte!

Mayas Leben könnte nicht normaler sein, bis sie aus ihrer Komfortzone heraustritt. Normal und langweilig war gestern: Ab jetzt wird sie abenteuerlustig, wild und macht sich keine Gedanken mehr darüber, was andere von ihr halten. Ein Trip nach Eden Bay soll ihr helfen, sich selbst neu zu erfinden. Und was ist aufregender als eine heiße Affäre mit einem Fremden? Blöd nur, dass Nathan, ihr Fremder erster Wahl, von ihrer stürmischen Art überhaupt nicht überzeugt ist. Alles was er will ist Normalität – doch Mayas Chaos stellt Eden Bay ganz schön auf den Kopf …

Darf ich bitte auch nach Eden Bay ziehen? Die kleine Hafenstadt hat es mir nach diesem herrlich frischen Buch einfach richtig angetan. Schade, dass sie sich nur zwischen den Buchdeckeln befindet, aber das hält mich nicht davon ab, immer wieder daran zurückzudenken. Denn Saskia Louis hat „Ein bisschen Abenteuer, bitte!“ definitiv bewiesen, dass es nur ein gutes Buch braucht, um wieder lachen zu können.

Vom ersten Band der „Verliebt in Eden Bay“-Reihe habe ich den gewohnt lockeren, sarkastischen Schreibstil der Autorin erwartet, bei dem man immer wieder schmunzeln muss. Dass mich Mayas Art aber so oft zum Lachen bringen würde, damit habe ich nicht gerechnet. Als Protagonistin fand ich sie sehr sympathisch und habe mich manches Mal auch in ihr widergespiegelt gesehen. Ihre normale, langweilige Art legt sie ab und geht stattdessen voll auf Abenteuersuche – auch wenn das beinhaltet, auf Bäume zu klettern und damit einen kleinen Einsatz der örtlichen Feuerwehr herbeizurufen. In der ist auch Nathan aktiv – ups?

Auch unser Love-Interest, der sich nur nach Normalität in seinem ohnehin schon schwierigen Leben sehnt, war erste Klasse. Nathan spielt total mit dem Klischee des hotten Feuerwehrmanns, und manches Mal wird dieses auch sehr ins Lächerliche gezogen, was ich unheimlich sympathisch fand. Die alten Damen aus dem Altersheim vergöttern ihn, wenn er auf Hühnerjagd geht (Katzen und abenteuerlustige Frauen haben gerade nicht auf Bäumen gesessen) und sein ruppiger Charme war immer wieder lustig und herzerwärmend. Er ist definitiv ein Typ, der zu hilfsbereit für diese Welt ist, gleichzeitig hat das seine Beziehung zu Maya sehr viel interessanter und die Wortgefechte zwischen ihnen amüsant gemacht.

Neben der Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt, gab es noch allerlei Nebencharaktere, auf die ich mich schon in weiteren Bänden freue. Was mich an Saskia Louis‘ Büchern immer wieder fasziniert, ist die Fülle und Realitätsnähe der Charaktere – sie alle sind facettenreich und nicht nur auf ihre jeweiligen „Rollen“ für die Protagonisten reduziert, sodass man sich in dem Freundeskreis und der kleinen Hafenstadt Eden Bay sofort aufgehoben fühlt. Die Clique rund um Nathan war interessant und vielschichtig, weshalb es sich am Ende des Buchs ein bisschen angefühlt hat, als würde man alte Freunde zurücklassen.

Auch wenn bei solchen Büchern natürlich vieles vorhersehbar ist, hat es dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Mir hat der erste Teil der Reihe definitiv Spaß bereitet! Nach „Ein bisschen Abenteuer, bitte!“ freue ich mich nun schon auf weitere Teile der „Verliebt in Eden Bay“-Reihe, um wieder herzlich lachen und zu den liebgewonnen Charakteren in Eden Bay abtauchen zu können.

© Saskia Louis

Autor: Saskia Louis
Titel: Verliebt in Eden Bay: Ein bisschen Abenteuer, bitte!
Preis: 3,99€ (E-Book)
ASIN: B07H3R7VW2
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Klaudia, 22 Jahre, buchsüchtig. In der schönen Stadt Leipzig studiere ich Buchhandel & Verlagswirtschaft und bin als Lektorin und Korrektorin tätig. Das Bloggen ist meine Passion und mein Ausgleich, weshalb ich Herzdeinbuch so oft wie möglich mit neuen Rezensionen, Kolumnen und kreativen Beiträgen fülle.

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